Knappheit und ein Blick in die Zukunft — Teil 1

Ger­ma­ni­um hat einen atem­ber­auben­den Weg in sein­er Bedeu­tung eingeschla­gen. Nach sein­er Ent­deck­ung gab es nur wenige sin­nvolle Ein­satzge­bi­ete für das Halb­met­all. Jedoch mit Einzug der Nutzung von Hal­bleit­ern in der Elek­tron­ik und mit Nutzung immer kom­plex­er­er Legierun­gen mit immer spezial­isiert­eren Ein­satzge­bi­ete schlug auch die große Stunde des Germaniums.

Die Ange­bot­sknap­pheit, die bei Ger­ma­ni­um befürchtet wird, resul­tiert nicht aus der real auf der Welt vork­om­menden Menge an Ger­ma­ni­um, son­dern eher an den abbauwürdi­gen Vorkom­men und den geopoli­tis­chen Gegeben­heit­en in den Abbaulän­dern. Nicht jedes Land wird in Zukun­ft Ger­ma­ni­um noch exportieren wollen, wenn der eigene Bedarf stark steigt. Für Indus­trien­atio­nen wie Chi­na ist es der sin­nvoll­ste Weg, die kri­tis­chen Met­alle im eige­nen Land zu hal­ten und die Erzeug­nisse, der mod­er­nen Zukun­ft­stech­nolo­gien zu exportieren.

Die Preise der Met­alle wie Ger­ma­ni­um wer­den eben nicht ein­fach durch Ange­bot und Nach­frage ermit­telt, son­dern wenige Play­er auf dem inter­na­tionalen Markt bes­tim­men über Verk­nap­pung und Beliefer­ung. Regierun­gen und Allianzen im Welthandel sind als weit­ere Play­er zuge­gen, um die strate­gis­chen und kri­tis­chen Met­alle für ihre Mit­glied­slän­der zu sichern.

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